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Katholisches Klinikum Essen

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Chirurgische Klinik I - Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Die Chirurgische Klinik I - Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie mit Sitz im Philippusstift und im Marienhospital Altenessen ist spezialisiert auf die operative Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber, der Schilddrüse, der Speiseröhre, der Milz und der Bauchspeicheldrüse. Ein weites Spektrum der Klinik bildet die onkologische Chirurgie mit der Behandlung von Krebserkrankungen der Bauchorgane.
Für die Behandlung von Bauchdeckenbrüchen inklusive Leistenbrüchen stehen ebenfalls hoch qualifizierte Mitarbeiter im zertifizierten Hernienzentrum bereit.

Die minimalinvasive Chirurgie stellt einen besonderen Schwerpunkt in unserer Arbeit dar: Die Besonderheit für den Patienten ist der Einsatz kleinster Instrumente über einen kleinen Schnitt in der Haut. Man spricht auch von „Schlüssellochchirurgie“, weil der Operateur nur einen winzigen Zugang benötigt, um kleine Kameras und Behandlungsinstrumente einzuführen. Der Patient wird bei dieser Behandlung besonders geschont, behält keine schwerwiegenden Operationsnarben zurück und kann in den meisten Fällen schon nach wenigen Tagen das Krankenhaus verlassen. Dieser Behandlungsschwerpunkt zeichnet die Klinik besonders aus. Die Qualität der Eingriffe wurde von der Gesellschaft für Viszeralchirurgie geprüft und zertifiziert. Auch bei der Behandlung verschiedener Krebsbefunde wird die minimalinvasive Chirurgie eingesetzt. Hier ist vor allem an die Behandlung des Dickdarm- und Mastdarmkrebses zu denken. Die Anwendungs-möglichkeiten hängen dabei stark von der Art und der Schwere der Krebserkrankung ab.

Operationen sind schwerwiegende Eingriffe in den Körper und immer eine starke Belastung für den Patienten. Darum gehört es zum Behandlungsschwerpunkt der Klinik, die Patienten mit der besten Rundumversorgung zu behandeln, um ihren Ängsten und Sorgen mit kompetenter Beratung, innovativen Behandlungskonzepten und neuesten schonenden Operationstechniken zu begegnen. Diesem Ziel dient auch die enge Zusammenarbeit mit weiteren Fachbereichen des Klinikums, wie der Anästhesie, der Intensivmedizin und dem Tumorboard, in dem individuelle Behandlungskonzepte für Patienten mit Krebserkrankungen entwickelt werden, sowie die Mitarbeit im Westdeutschen Magen-Darm-Zentrum. Eine besondere Einrichtung in diesem Zusammenhang ist auch das Bauchzentrum, in dem Chirurgische Klinik I eng mit der gastroenterologischen Abteilung des Hauses zusammenarbeitet. Hier bündeln Internisten und Chirurgen ihre Kompetenzen zur Optimierung der Versorgung der Patienten. Die Eröffnung des Bauchzentrums stellt ein Schritt in die Zukunft dar. Durch die interdisziplinäre Kooperation werden Abläufe beschleunigt, Doppeluntersuchungen vermieden und so auch der Patientenkomfort erhöht.

Der Mensch mit seinen individuellen Besonderheiten und wünschen steht im Zentrum aller Ärzte und Mitarbeiter.

Weiterführende Informationen rund um das Thema "Gesundheit" finden Sie auf unserem Gesundheitsportal "gesundinessen.de"

Minimalinvasive Chirurgie

Die minimalinvasive Chirurgie, die sogenannte „Schlüsselloch-Chirurgie“, zeichnet sich dadurch aus, dass Eingriffe mit einem feinen Instrumentarium vorgenommen werden, die Erholung schneller verläuft und nur ein kurzer Krankenhausaufenthalt notwendig ist. Die Spezialisierung der Klinik im Bereich der minimalinvasiven Chirurgie wird durch ein Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Viszeralchirurgie (DGVG) dokumentiert. Das Spektrum dieser modernen Verfahren umfasst Eingriffe im Bereich des Zwerchfells und der Speiseröhre sowie die Behandlung von Gallensteinleiden, Blinddarmentzündungen und die Versorgung von Bauchdeckenbrüchen inklusive der Leistenbruchchirurgie. Die minimalinvasive Chirurgie eignet sich auch für die Behandlung von gutartigen Erkrankungen und für bestimmte Formen bösartiger Tumorerkrankungen. Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten hat sich in unserer Klinik ein Schwerpunkt in der operativen Behandlung bösartiger Tumoren des Magen-Darm-Traktes entwickelt.
Minimalinvasive Operationstechniken sind

  • Laparoskopische Gallenblasenoperationen (auch SILS)
  • Laparoskopische Bruchversorgungen (Leistenbrüche, Bauchwandbrüche, TEP, IPOM)
  • Laparoskopische Antirefluxoperationen (z. B. Laparoskopische Fundoplicatio bei Refluxösophagitis)
  • Laparoskopische Eingriffe an der Milz
  • Laparoskopische Dünndarmeingriffe
  • Laparoskopische Dickdarm- und Enddarmoperationen (z.B. laparoskopische Kolon- und Rek-tumresektion)
  • Laparoskopische Eingriffe bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  • Laparoskopisches Lösen von Verwachsungen in der Bauchhöhle

Zertifiziertes Hernienzentrum / Behandlung von Bauchwandbrüchen

Im zertifizierten Hernienzentrum widmen sich spezialisierte Ärzte allen Formen der Bauchwandbrüche. Es kommen alle modernen innovativen Operationsverfahren zur Anwendung, sowohl konventionell als auch laparoskopisch. Die Kompetenz des Hernienzentrums wird demnächst durch das Zertifikat der Deutschen Herniengesellschaft bestätigt. Jede Hernienoperation hat das Ziel, den Bruchinhalt in die Bauchhöhle zurück zu verlagern, die Bruchpforte zu verschließen und die Bauchwand so zu verstärken, dass sie dem Bauchinnendruck widerstehen kann. Heute gibt es eine Vielzahl von unter-schiedlichen Operationsverfahren, die ein differenzierteres Herangehen erlauben und somit eine "maßgeschneiderte" Chirurgie (= tailored surgery) möglich machen. Prinzipiell muss zwischen Hernienreparationen mit und ohne Kunststoffimplantaten unterschieden werden. Bei uns gibt es grundsätzlich kein einheitliches Standardverfahren, vielmehr wird aus der Vielzahl der Möglichkeiten prä- und intraoperativ ein individuelles bestgeeignetes Operationsverfahren ausgewählt. Häufig ist ein laparoskopisches, minimal invasives Verfahren bei Bauchwand- und Leistenbrüchen anwendbar.

Bauchwandbruch – Narbenbruch – Nabelbruch – Zwerchfellbruch – Stomahernie
Brüche in der Bauchwand können an verschiedenen Stellen auftreten. Die Gefahr dabei ist, dass Bauchorgane durch eine Bruchlücke in eine Ausstülpung vorfallen und dabei in der Bruchlücke einklemmen können. Dies kann zu Durchblutungsstörungen, Darmverschlüssen, Darmdurchbrüchen und somit zu einer lebensgefährlichen Bauchfellentzündung führen. Diese Brüche können an der Leiste, dem Schenkel, an Nabel und Narben, am Zwerchfell sowie  am künstlichen Darmausgang (Stoma) auftreten. Die Ursachen sind vielfältig. Brüche entstehen vor allem bei erschlafftem, instabilem oder vorgeschädigtem Gewebe. Einen zunehmenden Stellenwert im Hernienzentrum nehmen Bauchwand- und Narbenbrüche ein, welche je nach Beschaffenheit und Größe offen chirurgisch oder minimal invasiv (laparoskopisches IPOM) behandelt werden können.

Leistenbruch
Am häufigsten tritt ein Bruch an der Leiste auf. Man unterscheidet prinzipiell je nach Lokalisation mediale = direkte und laterale = indirekte Leistenbrüche. Nicht selten gibt es Mischformen und sogenannte "kombinierte" Leistenbrüche. Alle Leistenhernien werden in unserem Zentrum bereits nach Europäischen Richtlinien klassifiziert (EHS-Klassifikation = European Hernia Society Classification). Diese Einteilung ist gemeinsam mit dem Anforderungs- und Risikoprofil des Patienten für die intraoperative Entscheidung richtungsweisend. Die Operation des Leistenbruchs ist eine der häufigsten Operationen und in der Regel völlig komplikationslos. Wenn eine Einklemmung (Inkarzeration) vorliegt, muss umgehend operiert werden, denn bereits nach wenigen Stunden kann es zu schweren Komplikationen wie einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung kommen. Bei einem Leistenbruch ist das Bauchfell sackartig ausgestülpt, so dass Eingeweideteile durch den Leistenkanal austreten können. Die häufigsten operativen Verfahren sind die offene Operation nach Lichtenstein mit einem kleinen Hautschnitt in der Leiste sowie das endoskopische Verfahren in Form der TEP (total extraperitoneale Plastik) oder TAPP (transabdominelle präperitoneale Plastik). 

Westdeutsches Magen- und Darmzentrum

Weitere Informationen zum Westdeutsches Magen- und Darmzentrum finden Sie auf unserer Website hier >>

Bauchzentrum

Das Bauchzentrum im Philippusstift stellt eine interdisziplinär betreute viszeralmedizinische Station dar. Hier bündeln Internisten und Chirurgen ihre Kompetenzen zur Optimierung der Versorgung der Patienten.

Die Patienten werden gemeinsam behandelt, bis sich eine klare Zuordnung zu einer Fachabteilung ergibt. Durch tägliche gemeinsame Visiten und die gemeinsame Behandlung durch Chirurgen und Internisten werden schnellere und schlankere Abläufe möglich. Reibungsverluste zwischen den Disziplinen werden vermieden und eine Straffung der Diagnostik und Therapie ermöglicht.

Das Bauchzentrum wird Patienten mit unklaren abdominellen Beschwerden aufnehmen, deren Krankheitsbild sich nicht sofort eindeutig zuordnen lässt. Hierzu gehören u.a. der Verdacht auf einen Darmverschluss ebenso wie entzündliche Darmerkrankungen oder Erkrankungen des biliären Systems. Hinzu kommen Patienten mit Verdacht auf  einen Tumor des Gastrointestinaltraktes.

Die Eröffnung des Bauchzentrums stellt einen Schritt in die Zukunft dar. Gastroenterologie und Viszeralchirurgie werden immer spezieller und wachsen immer mehr zusammen. Durch die interdisziplinäre Kooperation werden Abläufe beschleunigt und Doppeluntersuchungen vermieden. Die Bündelung der Kompetenzen führt zu einem erhöhten Patientenkomfort und zu verkürzten Liegezeiten. Einen nicht unerheblichen Aspekt stellt schließlich die verbesserte fachübergreifende Ausbildung ärztlichen und pflegerischen Personals dar.

Einen Einblick in die Arbeit des Bauchzentrums gibt die folgende TV-Produktion:  Center-TV

Refluxkrankheit

Die Refluxkrankheit bezeichnet den Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre. Hauptsymptom ist meistens Sodbrennen. Der Grund dafür ist häufig, dass der Schließmuskel, der normalerweise die untere Speiseröhre (Ösophagus) vom Magen abschließt, nicht mehr einwandfrei funktioniert. Meistens liegt gleichzeitig ein Zwerchfellbruch vor. Aus dem Magen fließt dann mit Salzsäure versetzte Flüssigkeit auf die empfindliche Speiseröhrenschleimhaut. Dabei kann es zu Geschwüren (Ulzeration) der unteren Speiseröhre kommen, seltener sind Blutungen. Gelangt der aggressive Magensaft in die Lunge, können dort eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung entstehen. Die Schleimhautveränderungen können zu krebsartigen Wucherungen werden. Operative Therapien werden durchgeführt, um die oben genannten Funktionsstörungen zu beheben und die Schließfunktion wieder herzustellen. Sie werden angewandt, wenn konservativen Behandlungen nicht zu einer Besserung oder zu Komplikationen führen. Die Operation wird minimalinvasiv mit einem Laparoskop durchgeführt und ist mit einem etwa dreitägigen Krankenhausaufenthalt verbunden. Sollte bereits ein Krebsgeschwür entstanden sein, so ist jedoch eine große Operation notwendig, die wir möglicherweise sogar mit einer Strahlen- oder Chemotherapie verbinden müssen.

Operation des Magens

In der Chirurgische Klinik I  werden Erkrankungen des Magens behandelt. Dazu zählen Magengeschwüre, chronische Magenschleimhautentzündungen (Gastritis) sowie gut- und bösartige Tumore des Magens.

Gutartige Magenerkrankungen
Die häufigsten Erkrankungen des Magens sind das Magengeschwür (Ulcus ventriculi) und die akute oder chronische Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis). Die Gastritis wird medikamentös behandelt. Aus einer Magenschleimhautentzündung kann sich Magenkrebs entwickeln. Die Diagnose erfolgt in erster Linie durch eine Magenspiegelung (Gastroskopie). Meist können Magengeschwüre medikamentös behandelt werden, bei Komplikationen wie z. B. einer Magenblutung oder eines Durchbruchs ist eine Operation notwendig. Hier kommen verschiedene Verfahren in Betracht, die im äußersten Fall eine Teilentfernung des Magens notwendig machen. Häufig ist ein laparoskopisches minimal invasives Verfahren möglich.

Bösartige Tumoren des Magens
Die wichtigste Therapie beim Magenkarzinom ist die Operation, ergänzend werden Strahlen- oder Chemotherapie angewendet. Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des Tumors. Das Ausmaß der Operation hängt dabei von der Tumorgröße und dem Tumortyp ab. Ist die vollständige Entfernung des Magens notwendig, so wird die Speiseröhre (Ösophagus) mit dem Dünndarm unterhalb des Zwölffingerdarms verbunden (Ösophagojejunostomie). Ist eine Heilung bei Magenkrebs nicht mehr möglich, kann unter Umständen eine Operation zur Linderung der Beschwerden sinnvoll sein. Dabei wird beispielsweise der durch Tumorwachstum eingeengte oder verschlossene Anteil des Magens oder der gesamte Magen entfernt und die Passage wieder hergestellt. In geeigneten Fällen ist auch ein minimalinvasiver Eingriff möglich.

Operation des Dünn- und Dickdarms

Der Darm ist das wichtigste Organ des Verdauungstrakts und erstreckt sich vom Magen bis zum After. Aufgrund seiner Länge wird der Darm in zwei große Teilbereiche aufgeteilt: den Dünndarm und den Dickdarm.
Erkrankungen des Darms können äußerst vielfältige und unterschiedlich schwere Beeinträchtigungen der Darmfunktion mit sich bringen. Die häufigsten Erkrankungen des Darms sind Geschwüre, Darmblutungen, Ausstülpungen der Dickdarmwand, Durchbrüche der Darmwand, Polypen und Blinddarmentzündungen. Ein operativer Eingriff entscheidet sich nach dem Grad und der Schwere der Erkrankung. Der behandelnde Arzt entscheidet zusammen mit dem Patienten über die Möglichkeiten der operativen- oder konservativen Maßnahmen. Besonders gutartige und entzündliche Erkrankungen des Dickdarmes können im Zentrum für Minimalinvasive Chirurgie behandelt werden.
Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie ist die Behandlung von Darmtumoren. Bei sämtlichen Tumorerkrankungen unterscheidet man zwischen gut- und bösartigen Geschwülsten. Gutartige Geschwülste sind raumeinnehmende Prozesse. Bösartige Krebserkrankungen (Darmkrebs) befallen umliegendes Gewebe und zerstören weitere Bereiche durch die Streuung von Krebszellen. Darmkrebs kann in allen Bereichen des Darms auftreten. Die Dickdarmkarzinome und der Mastdarmkrebs stellen die häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen dar und erfordern unterschiedlich umfangreiche Behandlungsmaßnahmen. Diese reichen von einem minimalinvasiven Eingriff zur Entfernung der Tumore bis hin zu einer vollständigen Entnahme des betroffenen Darmabschnittes und der Anlage eines künstlichen Darmausgangs. Besonders das Zentrum für minimalinvasive Chirurgie hat sich auf die laparoskopischen Operationen des Dickdarm-und Mastdarmkrebses spezialisiert, welche eine hohe Expertise und Erfahrung benötigen.

Divertikelkrankheit
Divertikel sind eine Volkskrankheit. Werden 65-jährige untersucht, so findet man bei rund 40 % von ihnen Divertikel im Kolon. Mit zunehmendem Alter steigt diese Zahl sogar noch beträchtlich. Divertikel sind Ausstülpungen der Dickdarmwand, die zu Entzündungen führen können. Es können sich Abszesse und Fisteln bilden, möglich sind auch starke Blutungen und ein Durchbruch der Darmwand in die Bauchhöhle. All diese Erkrankungen müssen operativ therapiert werden. Außerdem müssen Patienten mit chronischen Beschwerden oder einer Verengung des Dickdarms operiert werden. Entzündungen der Divertikel werden in unserer Klinik stadiengerecht behandelt. Viele der operativen Eingriffe werden laparoskopisch in unserem Zentrum für minimal invasive Chirurgie durchgeführt, welches durch langjährige Erfahrung eine überdurchschnittliche Kompetenz und Expertise erlangt hat.

Operation der Bauchspeicheldrüse

Die Pankreatitis ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse und äußert sich unter anderem durch Erbrechen, Übelkeit, Fieber und in schweren Fällen durch eine akute Gelbsucht sowie einer Blutvergiftung. Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse wird in der Regel medikamentös behandelt; in fortgeschrittenen und schwerwiegenden Fällen kann eine Operation notwendig werden, um Gewebe abzutragen. Auch Zysten müssen möglicherweise operativ behandelt werden.
Bauchspeicheldrüsenkrebs zählt zu den schwersten Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Eine Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse wird nur selten diagnostiziert, bedarf aber in 90% der Fälle eines operativen Eingriffs. Das genaue Ausmaß der Operation wird individuell der Ausdehnung des Tumors und seiner Lage in der Drüse angepasst. In manchen Fällen kann außer der Entfernung der befallenen Bauchspeicheldrüse auch die operative Entfernung von Teilen des Magens, des Zwölffin-gerdarms und der Milz notwendig sein. Falls möglich, wird nicht die komplette Bauchspeicheldrüse entfernt (totale Pankreatektomie).
Eine Strahlen- oder Chemotherapie erfolgt, wenn ein Eingriff aufgrund der Größe oder der Lage des Tumors nicht mehr durchführbar ist oder in Ergänzung zur Operation.

Operation der Gallenblase

Die Gallenblase speichert die aus der Leber stammende Gallenflüssigkeit, die bei der Verdauung im Zwölffingerdarm ausgeschüttet wird. Hauptsächlich übernimmt die Gallenflüssigkeit die Funktion, Fette zu verdauen und dem Stoffwechsel zuzuführen. Eine häufige Erkrankung der Gallenblase ist die Gallenblasenentzündung (Cholecystitis). Die akute Gallenblasenentzündung wird meist unverzüglich operiert, um Komplikationen zu verhindern. Gallensteine (Cholelithiasis, Cholecystolithiasis, Choledocholithiasis) sollten immer operativ entfernt werden, wenn sie Beschwerden machen. Dabei kommen sowohl offene als auch zu über 90 % laparoskopische (minimalinvasive) Verfahren zur Anwendung. Im Zentrum für minimal invasive Chirurgie kommen innovative Operationsverfahren wie die SILS-Technik zur Anwendung. Dies ermöglicht die Entfernung der Gallenblase über einen einzigen kleinen Hautschnitt in der unteren Nabelgrube.

Operation der Leber

Die Leber ist ein Organ mit vielen Fähigkeiten und Aufgaben. So stellt sie nicht nur wichtige Baustoffe und Funktionseiweiße her, sondern ihr kommt auch eine besondere Bedeutung bei der Entgiftung des Körpers zu. Die ständige Auseinandersetzung der Leber mit Abbauprodukten kann unter Umständen zu gut- oder bösartigen Tumoren führen. Auch Krebszellen von Tumoren anderer Organe bleiben manchmal im feinen Netz der Leber hängen und können dort Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden. Diese Tumoren erschweren dann den Blutstrom durch oder den Gallenfluss aus der Leber, was sich häufig durch eine Gelbfärbung der Haut bemerkbar macht. Durch Routineuntersuchungen bei Ihrem Arzt kann ein Lebertumor im Ultraschall oder durch einen Bluttest frühzeitig erkannt und eine Behandlung umgehend eingeleitet werden. In solch einem Fall beraten wir Sie ausgiebig und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen ein maßgeschneidertes Therapiekonzept. Ist eine Operation an der Leber unumgänglich, führen wir diese wenn möglich minimalinvasiv mit einem modernen Ultraschallmesser durch. Auf diese Weise wird das gut durchblutete Gewebe schonend durchtrennt und es bleibt lediglich eine minimale Narbe zurück. Um auch kleine Absiedlungen des Tumors während der Operation zu entdecken, führen wir eine intraoperative Ultraschalluntersuchung der Leberoberfläche durch. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass sie nicht durch den die Leber bedeckenden Haut-, Fett- und Bauchmuskelmantel eingeschränkt wird.

Operationen an der Schilddrüse

Schilddrüsenerkrankungen sind weit verbreitet und können zahlreiche gesundheitliche Probleme verursachen. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 115.000 Operationen an der Schilddrüse durchgeführt. Viele Menschen wissen nichts von ihrem Leiden, denn nicht immer äußert sich die Erkrankung mit einem scheinbar typischen Kropf. Eine sorgfältige Diagnostik ist notwendig, um Ursache und Ausmaß der Erkrankung feststellen zu können. Dazu gehören neben der Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und der klinischen Untersuchung eine Blutuntersuchung, der Ultraschall und bei bestimmten Erkrankungen ein nuklearmedizinisches bildgebendes Verfahren (Szintigraphie). Auf dieser Grundlage wird eine Therapieempfehlung gegeben.

Leistungsspektrum
Wir bieten das gesamte Spektrum der Operationen bei Schilddrüsen- und Nebenschild-drüsenerkrankungen an:

  • Alle gut- und bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen einschließlich
    • OP bei Morbus Basedow (Autoimmunerkrankung)
    • OP bei Hashimoto-Thyreoiditis (autoimmune Entzündung)
    • Rezidiveingriffe (Zustand nach Voroperation)
    • OP bei Tauchkropf-Erkrankung (Ausdehnung in den Brustkorb)
    • OP bei genetisch bedingten Erkrankungen mit Beteiligung der Schilddrüse und Nebenschilddrüse
    • Primärer und sekundärer Hyperparthyreoidismus

Die Vielfalt und Komplexität der Schilddrüsenerkrankungen haben nicht nur auf internistischem Gebiet, sondern auch in der chirurgischen Therapie zu einer zunehmenden Spezialisierung geführt. Neue operationstechnische Methoden wie das Neuromonitoring und die Ultraschalldissektion können mögliche Komplikationen - etwa die Stimmbandnervenlähmung (Rekurrensparese) - weitgehend ausschließen.

Wissenswertes für Studenten/Weiterbildung

Die Chirurgische Klinik I des Katholischen Klinikum Essen bietet Studentenplätze für das Praktische Jahr und Famulaturen an. In der medizinischen Ausbildung ist die Chirurgie ein Hauptfach und jeder Student ist verpflichtet, während seines Studiums ein Trimester in der Chirurgie zu absolvieren.

 

Die Ausbildung der Studenten umfasst die Einarbeitung in diagnostische Techniken, die Visite und die Überwachung von chirurgischen Maßnahmen.  Zudem sammeln sie erste wichtige Kenntnisse im richtigen Kontakt mit Patienten sowie über das allgemeine Stationsleben und der Supervision. Dies schließt die Erstellung von diagnostischen Vorgehensweisen und von Therapieplänen mit ein.

Weitere Ausbildungsinhalte sind:

  • Integration in den Ambulanzbetrieb zur Durchführung prä- und postoperativer Diagnostik und Behandlung
  • Ultraschalluntersuchungen des Abdomens und der Weichteile an den Extremitäten
  • Dopplersonografie
  • Wundversorgung in verschiedenen Techniken
  • Chirurgische Nahttechniken
  • Anlegen von Venenkathetern und Kanülen
  • Labordiagnostik
  • Thromboseprophylaxe
  • Antibiotikatherapie
  • Ausbildung im OP
  • Operatives Management in verschiedenen Anästhesieverfahren

Studierende werden mit einer gesonderten Fortbildung unterstützt. Die gesamte Abteilung arbeitet sehr gerne und sehr eng mit den Studenten zusammen, um ein individuelles und ausführliches Ausbildungskonzept anzubieten.

Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten für Studenten:

Broschüre:  Informationen für Studenten

oder Sekretariat

Bianca Asbeck
Tel.: 0201 6400 3151
Fax: 0201 6400 3159
chirurgie-ph(at)kk-essen.de

Weiterbildungsbefugnis

 Die Chirurgische Klinik I- Klinik für  Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie besitzt im Rahmen der Ausbildung junger Ärzte/innen folgende Weiterbildungsbefugnisse:
:

WeiterbildungBefugnis
Philippusstift
Befugnis
Marienhospital
Dauer
AllgemeinchirurgieDr. med. TeskeDr. med. Ehlers24 Monate
BasischirurgieDr. med. TeskeDr. med. Ehlers24 Monate
ViszeralchirurgiePD Dr. med. HeuerDr. med. Fischbein36 Monate
Spezielle ViszeralchirurgiePD Dr. med. Heuer12 Monate
GefäßchirurgieDr. med. Kruschke48 Monate

Nähere Auskünfte erteilt:

Sekretariat
Bianca Asbeck
Tel.: 0201 6400 3151
Fax: 0201 6400 3159
chirurgie-ph(at)kk-essen.de

Stationsteam und Kontakt

Standort Philippusstift
Hülsmannstraße 17
45355 Essen
Tel.: 0201 6400 1370
Fax: 0201 6400 1390
info(at)kk-essen.de

Standort Marienhospital Altenessen
Hospitalstraße 24
45329 Essen
Tel.: 0201 6400 1310
Fax: 0201 6400 1330 
info(at)kk-essen.de

Leitender Arzt

Chefarzt Dr. med. Olaf Guckelberg

Vita
 

PD Dr. med. Olaf Guckelberger
Facharzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie und Viszeralchirurgie,
Leitender Arzt des Zentrums für Minimalinvasive Chirurgie und Hernienchirurgie


Tel.: 0201 6400 3150 /1750
Fax: 0201 6400 3159 /1752
o.guckelberger(at)kk-essen.de

Sekretariat Philippusstift
Bianca Asbeck
Tel.: 0201 6400 3151
Fax: 0201 6400 3159
b.asbeck(at)kk-essen.de

Sekretariat Marienhospital Altenessen
Sekretariat
Eva-Maria Notthoff

Tel.: 0201 6400 1751
Fax: 0201 6400 1752
e.notthoff(at)kk-essen.de

Bianca Asbeck
Tel.: 0201 6400 1751
Fax: 0201 6400 1752
b.asbeck(at)kk-essen.de 

Oberärzte

Dr. med. Ulrich Teske 

Dr. med. Ulrich Teske
Facharzt für Allgemeine Chirurgie und Viszeralchirurgie, spezielle Viszeralchirurgie

Oliver Theis 

Oliver Theis
Facharzt für Allgemeine Chirurgie


Ltd. Oberarzt / stellv. Chefarzt Dr. med. Andreas Kruschke  

Ltd. Oberarzt / stellv. Chefarzt
Dr. med. Andreas Kruschke
Facharzt für Allgemeinchirurgie, Gefäßchirurgie, Viszeralchirurgie

Dr. med. Jörg Fischbein  

Dr. med. Jörg Fischbein
Facharzt für Allgemeinchirurgie, Gefäßchirurgie, Viszeralchirurgie


Dr. med. Ingo Ehlers  

Dr. med. Ingo Ehlers
Facharzt für Allgemeinchirurgie, Gefäßchirurgie, Physikalische Therapie, Arzt für Notfallmedizin

Dr. med. Tappen 

Dr. med. Anja Tappen
Fachärztin für Allgemeine Chirurgie

 

Dr. med. Armin Thelen
Facharzt für Allgemeine Chirurgie und Viszeralchirurgie
  


 

Stationen

Die Chirurgische Klinik I - Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie verfügt im Philippusstift über folgende Stationen:

Station A4
Tel.: 0201 6400 5145
Fax: 0201 6400 5149

Wahlleistungsstation C1
Tel.: 0201 6400 5115
Fax: 0201 6400 5119

Intensivstationen B1 und A1

Sprechstunden der Chirurgischen Klinik I - (Standort Philippussift)

Anmeldung in der chirurgischen Ambulanz:
Fon 0201 6400 5350

Anmeldung im Sekretariat (Privatsprechstunde):
Fon 0201 6400 3151
Fax 0201 6400 3152

Standort Philippusstift
Hülsmannstraße 17
45355 Essen

SprechstundenLeitende ÄrzteTag, Uhrzeit
PrivatsprechstundePD Dr. med. Olaf GuckelbergerMi. 8:30 - 9:30
und nach Vereinbarung
Allgemeine und VerbandssprechstundeTägl. 10:00 - 12:00
Leber/ Galle / Pankreas Fr. 11:00 - 12:00
Hernien Di. 11:00 - 12:00
Proktologie / chronisch-entzündliche DarmerkrankungenDo. 11:00 - 12:00
Endokrine ChirurgieMo. 11:00 - 12:00
Ösophagus / Magen / DarmMi. 11:00 - 12:00
Gefäßmedizin*Fr. 08:30 - 09:30
Di. 15:00 - 16:00

*Die gefäßmedizinischen Sprechstunden finden gemeinsam mit der Medizinischen Klinik II (Frau Prof. Dr. med. Hailer) und der Radiologischen Klinik I (Dr. med. Azhari) statt.

Sprechstunden der Chirurgischen Klinik I - (Standort Marienhospital Altenessen)

Anmeldung in der chirurgischen Ambulanz:
Fon 0201 6400-4891
Fax 0201 6400-3899

Anmeldung im Sekretariat (Privatsprechstunde):
Fon 0201 6400-1751
Fax 0201 6400-1752

Standort Marienhospital Altenessen
Hospitalstraße 24
45329 Essen

Sprechstunden Leitende ÄrzteTag, Uhrzeit
PrivatsprechstundePD Dr. med. Olaf GuckelbergerDo. 11:15 - 12:45
und nach Vereinbarung
Allgemeine und
Verbandssprechstunde
Tägl. 09:00 - 11:15
HernienOliver TheisMo. 11:15 - 12:45
Di. 13:00 - 14:30
LeberPD. Dr. med. Matthias HeuerDi. 11:15 - 12:45
GalleDr. med.- Dominik FugmannMi. 11:15 - 12:45
Ösophagus / MagenPD Dr. med. Matthias HeuerFr. 11:15 - 12:45
Kolon / chron.-entzündl.
Darmerkrankungen
Dr. med. Jörg FischbeinMo. 13:00 - 14:30
MelanomDr. andreas KruschkeMi. 13:00 - 14:30
Endokrine ChirurgieDr. med. Ingo EhlersDo. 13:00 - 14:30
Gefäßmedizin*Dr. med. Anja TappenMo. 15:00 - 16:00
Do. 15:00 - 16:00


*Die gefäßmedizinischen Sprechstunden finden gemeinsam mit der Medizinischen Klinik II (Frau Prof. Dr. med. Hailer) und der Radiologischen Klinik I (Dr. med. Azhari) statt.

Infos auf einen Blick

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Kontakt

PD Dr. med. Olaf Guckelberger 

PD Dr. med. Olaf Guckelberger

Tel:  0201 6400 3150 /1750
Fax: 0201 6400 3159 / 1752
Mail: o.guckelberger(at)kk-essen.de

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