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Radiologische Klinik I - Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Die Diagnostische Radiologie nimmt in der medizinischen Behandlung eine ganz besondere Stellung ein. Mit bildgebenden Verfahren können Verletzungen oder Erkrankungen der inneren Organe oder von verschiedenen Körperregionen rasch erkannt und lokalisiert werden, d. h. das Krankheitsbild des Patienten wird vollständig erfasst und die Behandlung wird mittels qualitativ hochwertiger Bilder optimal begleitet.

Dazu steht dem Fachbereich Radiologie des Marienhospitals und des St. Vincenz Krankenhauses ein hochmodernes technisches Equipment zur Verfügung, das die vielfältigsten Untersuchungen zulässt: Konventionelle Röntgenverfahren, die Mammographie, die Angiographie, die Computertomografie sowie die Magnetresonanztomografie. Die Röntgenbilder und -befunde werden digital erstellt, verarbeitet und archiviert.

Besonders hervorzuheben sind die minimalinvasiven (auch mikroinvasiv genannt) bzw. die interventionellen Verfahren der Radiologie. Diese erlauben eine bildgesteuerte Behandlung tiefergelegener Strukturen. Dabei ist lediglich ein kleiner Zugang über einen sehr kleinen Schnitt in die Haut erforderlich. 

Für die Betreuung der interventionell behandelten Patienten steht der Radiologische Klinik I - Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Marienhospital und dem St. Vincenz Krankenhaus eine eigene, sehr gut ausgestattete Station mit 20 Betten zur Verfügung.
Der Leiter der Klinik ist als Weiterbilder für die minimalinvasiven Eingriffe an Blutgefäßen zertifiziert.

Die neun Fachabteilungen des Marienhospitals und des St. Vincenz Krankenhauses werden bei allen klinischen Fragestellungen von der radiologischen Abteilung versorgt. Täglich werden in interdisziplinären Fachkonferenzen die Krankheitsbilder der Patienten und die erhobenen Bilddaten miteinander abgeglichen, die Diagnose gestellt und die Therapie festgelegt. Sofern erforderlich, unterstützt die radiologische Abteilung den gesamten Behandlungsprozess.

Informationen zu den aktuellen Strahlenschutzkursen

Regelmäßig finden Strahlenschutzkurse statt, die die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie in Zusammenarbeit mit der Nordrheinischen Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung veranstaltet.

Der nächste Strahlenschutzkurs (Spezialkurs - Strahlenschutzkurs für Ärzte nach RöV) findet vom 25.08 - 27.08.2016 statt.

Nähere Informationen können Sie im Sekretariat unter Tel.: 0201 6400 1951 erhalten.

Hier finden Sie die Jahresübersicht 2016 der Strahlenschuzkurse.
Hier finden Sie die Jahresübersicht 2017 der Strahlenschuzkurse.

Versorgung anderer Fachdisziplinen

Die weiteren 12 Fachabteilungen des Marienhospitals und des St. Vincenz Krankenhauses werden bei allen klinischen Fragestellungen von der radiologischen Abteilung versorgt. Täglich werden in interdisziplinären Fachkonferenzen die Krankheitsbilder der Patienten und die erhobenen Bilddaten miteinander abgeglichen, die Diagnose gestellt und die Therapie festgelegt. Sofern erforderlich, unterstützt die radiologische Abteilung den gesamten Behandlungsprozess.

Computertomografie (CT)

Mit dem Multislice-Computertomografen können alle Körperbereiche, auch bewegte Organe wie das Herz, gezielt untersucht werden. Das CT ermöglicht präzise Bilder und dreidimensionale Modelle der erfassten Organe und Blutgefäße. Aufgrund der hohen Schnittbildqualität können Diagnosen sicher gestellt und die erforderlichen therapeutischen Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden. Zudem werden unter computertomografischer Kontrolle minimalinvasive diagnostische Verfahren und Therapien durchgeführt.

Magnetresonanztomografie (MRT)

Die Magnetresonanztomografie erzeugt ebenfalls Schnittbilder. Im Gegensatz zur Computertomografie werden diese jedoch nicht mithilfe von Röntgenstrahlen, sondern durch den Einsatz variabler Magnetfelder erstellt. Auch hiermit ist z. B. die Darstellung der Blutgefäße und des Herzens möglich.
Dabei ist lediglich in einigen Fällen eine intravenöse Injektion eines Kontrastmittels erforderlich.
Insbesondere Gewebestrukturen wie z. B. das Gehirn oder die Brust der Frau sowie die Gelenke lassen sich mit dieser Methode hervorragend untersuchen.

Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten

Bildgesteuerte Therapie bei Rückenschmerzen
Die bildgesteuerte Schmerztherapie der Wirbelsäule ist ein besonderer Schwerpunkt der Radiologische Klinik I - Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.
Rückenschmerzen führen oft zu großem Leid und mindern die Lebensqualität ganz erheblich. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich und auch die betroffenen Bereiche unterscheiden sich. Oftmals handelt es sich dabei um degenerative Veränderungen (Verschleißerscheinungen) der kleinen Wirbelgelenke. Weniger häufig kommen Bandscheibenvorfälle vor. Die Ursachen für Rückenschmerzen können jedoch sehr unterschiedlich sein. Bei älteren Patienten führen oftmals osteoporotisch oder tumorbe-dingte Wirbelkörpereinbrüche zu starken Schmerzen.
Aufgrund der vielfältigen Ursachen ist eine sorgfältige Diagnostik erforderlich.
Viele dieser oft komplexen Schmerzsyndrome sind mit interventionellen, bildgesteuerten Verfahren gut behandelbar.
Diese minimalinvasiven Verfahren werden im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie eingesetzt und von einer intensiven physikalischen Behandlung sowie medikamentösen Therapie unterstützt.

Facetteninfiltration
Sollte die schmerzlindernde Wirkung nur kurzzeitig anhalten, können die den Schmerz weiterleitenden Nerven auch mit einem Alkoholgemisch oder mittels einer Radiofrequenzablation (Erhitzung durch Einwirkung von Wechselstrom) verödet werden.

Periradikuläre Therapie (PRT)
Zur Behandlung von ausstrahlenden Schmerzen infolge einer Reizung von Nervenwurzeln, wird unter computertomographischer Kontrolle eine dünne Kanüle bis an die entsprechende Nervenwurzel vor-geschoben und darüber eine Medikamentenkombination gezielt verabreicht.

Epidurale Injektion
Ist eine Einengung des Spinalkanals (der Raum in der Wirbelsäule, durch den die Nerven verlaufen) Ursache der Schmerzen, kann mit einer bildgestützten Medikamenteninjektion in diesen Ort häufig eine deutliche Beschwerdelinderung erreicht werden.

Vertebroplastie
Von dem Knochenschwund (Osteoporose) sind meist ältere Menschen betroffen. Diese erleiden oft unerträgliche Schmerzen, da einzelne Wirbelkörper brechen können. Die Vertebroplastie ist ein bildgestütztes Verfahren, bei welchem über Kanülen Knochenzement in die Wirbelkörper gespritzt wird. Die für die Injektion erforderlichen Kanülen werden unter computertomographischer Kontrolle eingeführt, die Zementinjektion erfolgt durchleuchtungskontrolliert ebenfalls „unter Sicht“.
Mit diesen Verfahren wird in vielen Fällen eine längere Bettlägerigkeit oder eine Operation vermieden und meist eine erhebliche Besserung der Schmerzsymptomatik erzielt.

Abklärung eines unklaren Gewebeprozesses
Bei einem Tumorverdacht wird unter computertomografischer Kontrolle eine Nadel in den entsprechenden Körperbereich geführt und Gewebe entnommen. Ein Pathologe untersucht die Probe und übermittelt dem behandelnden Arzt den Befund zur weiteren Behandlung.
Die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie verfügt bei hoher Fallzahl über eine beträchtliche Expertise und kann auch aufgrund der hervorragenden technischen Voraussetzungen eine höchstmögliche Sicherheit auch bei diesen Verfahren gewährleisten.

Abklärung eines unklaren Brustbefunds
Im Rahmen der engen Zusammenarbeit mit der Klinik für Gynäkologie und dem Uni-Brustzentrum Essen (UBZE) bieten wir mit der Mammographie, Sonographie und Kernspintomographie alle diagnostischen Verfahren zur Erkennung von Brustkrebs an. Für die Mammographie steht ein modernes digitales Mammographiegerät zur Verfügung. Bei unklaren Befunden können Gewebeproben erforderlich werden. Diese Gewebeproben entnehmen wir mit allen etablierten diagnostischen Zielverfahren. So können diese Gewebeproben mammographisch (stereotaktisch), sonographisch und MRT-gestützt durchgeführt werden.
Somit können alle diagnostischen Verfahren durchgeführt werden. Dies ist nur an wenigen radiologischen Zentren möglich.

Diagnostik und minimalinvasive Therapie bei Durchblutungsstörungen
Zur Abklärung von Durchblutungsstörungen, z.B. bei der sogenannten „Schaufensterkrankheit“, ist in vielen Fällen eine arterielle Blutgefäßdarstellung erforderlich.
Diese wird in erster Linie mit der Computertomographie oder der Kernspintomographie durchgeführt.
Ist diese Darstellung aber nicht ausreichend oder soll bei Gefäßverschlüssen oder -verengungen eine Therapie erfolgen, wird die Angiographie angewandt. Dies geschieht im mikroinvasiven Verfahren mittels eines kleinen Schlauches (Katheters). Unter Gabe von Kontrastmitteln wird auf diese Weise der betreffende Gefäßbereich bildlich dargestellt. Um die Durchblutung zu verbessern, werden verschlossene Gefäße mit verschiedenen Kathetern wiedereröffnet. Hierfür werden verschiedene Verfahren eingesetzt. Neben Aufweitungen von Gefäßen, Einsetzen von Metallhülsen (Stents), werden verschiedene Methoden zum Auflösen, Zerkleinern und Absaugen von Blutgerinnseln eingesetzt.

Das im März 2012 in Betrieb genommene Angiographiegerät neuester Generation bietet mit einer hervorragenden Bildqualität bei niedrigster Strahlenbelastung einen hohen Sicherheitsstandard und die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Versorgung.
Hervorzuheben ist die Möglichkeit, bei Allergie gegen jodhaltiges Kontrastmittel oder bei Funktionseinschränkungen der Nieren, auf das übliche jodhaltige Kontrastmittel zu verzichten und stattdessen CO2 zu verwenden. Dies ist nur an wenigen Standorten möglich.
Die Planung und Durchführung der Therapie der arteriellen Verschlusskrankheit erfolgt in enger Abstimmung mit den Kolleginnen und Kollegen des Gefäßzentrums. Komplexe Eingriffe werden gemeinsam mit den Gefäßchirurgen im sogenannten Hybridverfahren durchgeführt.

Radiofrequenzablation (RFA)
Dieses Verfahren eignet sich zur Zerstörung von Tumoren, wenn eine Operation oder alleinige Chemo-therapie nicht möglich oder sinnvoll ist. Dabei wird eine Elektrode computertomographisch gesteuert in den Tumor vorgeschoben. Unter Einwirkung eines Wechselstromes wird der Gewebebereich um die Elektrode erwärmt und der Tumor so zerstört.

Leberchemoembolisation
Lebertumore oder Metastasen, welche nicht operativ zu behandeln sind, können mit diesem Verfahren lokal therapiert werden. Ein sehr dünner Schlauch wird über die Blutgefäße von der Leiste aus bis an den Tumor vorgeschoben. Darüber wird ein Gemisch mit einem hoch dosierten Chemotherapeutikum in die Arterien, die den Tumor versorgen, appliziert. Dieses Medikament verbleibt im Tumor und verstopft die tumorversorgenden Arterien. Diese Effekte führen meistens zu einer Verkleinerung oder zu einem Stillstand des Tumors.
Die Behandlung wird in bestimmten zeitlichen Abständen wiederholt. Sie eignet sich besonders für von der Leber ausgehende Tumore. Allgemeine Nebenwirkungen des Chemotherapeutikums sind selten.

Wissenswertes für Studenten

Sie sind Student und möchten das Praktische Jahr oder Ihre Famulatur in unserer Klinik absolvieren?  Unsere radiologische Abteilung besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung. Unsere hochtechnisch ausgestattete Fachklinik bietet Ihnen eine bestmögliche Ausbildung und vermittelt Ihnen durch enge Zusammenarbeit mit unseren Fachärzten qualitativ hohe Kenntnisse nicht nur in der Diagnostischen Radiologie, sondern besonders in der Interventionellen Radiologie.  

Weitere Informationen erhalten Sie im Sekretariat der Abteilung:
Marion Nagel
Tel.: 0201 6400 1951
Fax: 0201 6400 1952
radiologie-mh(at)kk-essen.de 

In unserem Informationsblatt für Studenten, das Sie hier herunterladen können, erfahren Sie alles Wissenswerte zu Ihren Ausbildungsmöglichkeiten (in Kürze verfügbar).

Sprechzeiten

Haben Sie weitere Fragen bezüglich einer Untersuchung in unserer Abteilung oder möchten Sie bereits einen stationären Aufnahmetermin vereinbaren, so wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat.

Montag – Freitag von 8.00 - 16.00 Uhr 

Sekretariat
Marion Nagel
Tel.: 0201 6400 1951
Fax: 0201 6400 3919
m.nagel(at)kk-essen.de

Martina Salewski
Tel.: 0201 6400 1975
Fax: 0201 6400 3919
m.salewski(at)kk-essen.de

Stationsteam und Kontakt

Standort Marienhospital Altenessen
Hospitalstraße 24
45329 Essen
Tel.: 0201 6400 1310
Fax: 0201 6400 1330
info(at)kk-essen.de

Standort St. Vincenz Krankenhaus
Von-Bergmann-Straße 2
45141 Essen
Tel.: 0201 6400 1340
Fax: 0201 6400 1452
info(at)kk-essen.de

Leitender Arzt



Vita
 

Facharzt für Diagnostische Radiologie
Dr. med. Tarek Azhari

Tel.: 0201 6400 1950
Fax: 0201 6400 3919
t.azhari(at)kk-essen.de

Sekretariat
Marion Nagel

Tel.: 0201 6400 1951
Fax: 0201 6400 3919
m.nagel(at)kk-essen.de

Martina Salewski
Tel.: 0201 6400 1975
Fax: 0201 6400 3919
m.salewski(at)kk-essen.de

Oberärzte

 

Fachärztin für Radiologische Diagnostik
Gudrun auf der Springe

 

Facharzt für Radiologische Diagnostik
Dr. med. Dan Radu

 

Infos auf einen Blick

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Kontakt

Dr. med. Tarek Azhari

Tel:  0201 6400 1950
Fax: 0201 6400 3919

t.azhari(at)kk-essen.de

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