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Katholisches Klinikum Essen

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KKE

Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie

Aufgaben und Schwerpunkte

Die Abteilung für Neurologie und klinische Neurophysiologie behandelt sämtliche akuten und chronischen neurologischen Erkrankungen. Patienten werden auf 2 Bettenstationen (insgesamt 62 Betten incl. Wahlleistungsbereich) betreut. Die Abteilung für Neurologie am Philippusstift betreibt eine zertifizierte Stroke Unit mit 8 Betten, Betten auf der Interdisziplinären Intensivstation und zur stationären Frührehabilitation.

Der Schwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie des akuten Schlaganfalls und von Gefäßerkrankungen. Schlaganfallpatienten werden auf einer zertifizierten Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) betreut. Besonderes Augenmerk wird gelegt auf die Abklärung sog. seltener Schlaganfallursachen, insbesondere bei jüngeren Patienten. Die Diagnostik geschieht in der Kooperation mit der Neuroradiologie, Kardiologie und ggf. Neurochirurgie. Weitere Schwerpunkte sind neuroimmunologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, entzündliche Polyneuropathien wie GBS und CIDP. Die Abteilung verfügt über langjährige Expertise in der Diagnostik und Therapie von Parkinson-Syndromen und Multisystematrophien. Hier kommen sämtliche medikamentösen wie auch invasiven Therapieoptionen zur Anwendung. Neben der Diagnostik und Therapie von Epilepsien und Hirntumoren ist ein weiterer Schwerpunkt die Behandlung chronischer Schmerzsyndrome und Kopfschmerzen. Alle Patienten werden bei Notwendigkeit mit einem standardisierten multimodalen Rehabilitationskonzept einschließlich der Möglichkeit der Frührehabilitation und der weiteren ambulanten neurologischen Rehabilitation therapiert. Einzelheiten finden Sie unter unserem Leistungsspektrum.

Leistungsspektrum

Schlaganfall/Stroke Unit
Die Schlaganfall-Spezialstation (zertifizierte Stroke Unit) betreut Patienten mit akutem Schlaganfall nach modernstem Standard. Ziel der modernen Schlaganfallakutbehandlung ist die Auflösung von Blutgerinnseln mittels sog. systemischer und ggf. lokaler Lysetherapie, der Therapie von Gefäßverengungen mittels Operation oder Stent-Implantation (Kooperation mit der Angiologie und Gefäßchirurgie) und der Zuführung der Patienten zur neurochirurgischen  Operation von raumfordernden Hirninfarkten oder Hirnblutungen.

Die 8 Überwachungsbetten sind apparativ modernst ausgestattet mit kontinuierlicher Messung von Herzschlag, Blutdruck, Atmung und Temperatur. Das Pflegeteam der Stroke Unit ist spezialisiert in der Betreuung von Schlaganfallpatienten.

Die Stroke Unit ist zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Schlaganfallhilfe.
Weitere Informationen finden Sie unter dem Punkt "Warnzeichen und das richtige Handeln im Notfall"

Multiple Sklerose
Die Multiple Sklerose ist die häufigste autoimmunentzündliche Erkrankung von Hirn und Rückenmark. Patienten mit Multipler Sklerose können stationär zur Diagnosestellung, Schubbehandlung und Indikationsstellung für eine Intervalltherapie behandelt werden wie auch ambulant in der prästationären Oberarzt-/Abklärungsambulanz oder der privatärztlichen Chefambulanz. Sämtliche Leitlinien-gestützten Akutbehandlungen (Pulstherapie, Plasmapherese), die Indikation einer Intervalltherapie oder auch Eskalationstherapie mit Immunmodulatoren oder Antikörpern sowie intrathekale Volon-A Therapie stehen zur Verfügung. In der multimodalen rehabilitativen Therapie kommen psychologische Verfahren bei kognitiven Störungen oder Fatigue zum Einsatz, häufige auftretende Blasenprobleme werden in Kooperation mit der Abteilung für Urologie und Neurourologie therapiert.

Schmerzerkrankungen
In enger Kooperation mit unserer Abteilung für Anästhesie und Orthopädie sowie Psychiatrie und Psychosomatik werden akute und chronische Schmerzzustände wie Kopf- und Rückenschmerzen (HWS- und LWS-Syndrom) interdisziplinär diagnostiziert und therapiert. Die Therapie erfolgt medikamentös, physiotherapeutisch, psychologisch und bei Notwendigkeit operativ (Bandscheiben- und Wirbelsäulenkorrekturoperationen).

Muskelerkrankungen (Myopathien)
Hauptsymptome dieser Erkrankungen sind allgemeine körperstammnahe Muskelschwäche und auch Muskelschmerzen, die belastungsabhängig sein können. Im Verlauf kann es zu einer Atrophie, einer Rückbildung des Muskelgewebes kommen. Die Ursachen von Muskelerkrankungen können erbliche, entzündliche, toxische oder stoffwechselabhängige Krankheitsbilder sein. Zur Abklärung von Myopathien werden neben der körperlichen Untersuchung mehrere diagnostische Verfahren angewandt:

  • Elektromyographie
  • Bildgebende Verfahren wie Muskelultraschall oder Kernspintomographie
  • Ischämiebelastungstest und Fahrradergometertest
  • Muskelbiopsie
  • Molekulargenetische Untersuchungen

Die Elektromyographie ist eine elektrophysiologische Diagnostik, bei der mittels einer in den Muskel eingeführten Nadelelektrode die elektrische Aktivität des Muskels abgeleitet und so Schädigungsmuster identifiziert werden können. Hieraus können Rückschlüsse auf die Art der Muskelerkrankung gezogen werden.

Bei der Muskelbiopsie handelt es sich um eine Probeentnahme von Muskelgewebe. Diese wird insbesondere zur Abklärung von entzündlichen Muskelerkrankungen (Myositis), aber auch Muskeldystrophie und mitochondrialen Muskelerkrankungen angewandt. Es wird hier unter lokaler Betäubung ein etwa 1 cm großes Stück Muskel entnommen und in einem spezialisierten neuropathologischen Labor weiter untersucht (Kooperation mit der Abteilung für Neuropathologie, Universitätsklinikum Essen).
Abgeklärt werden häufig im Weiteren sog. neuromuskuläre Erkrankungen, hierzu zählen insbesondere die Myasthenia gravis, eine autoimmune Muskelschwäche. Diese wird abgeklärt mit Endplattenbelastungstest und Bestimmung spezifischer Antikörper. Diagnostiziert werden auch sog. Motoneuronerkrankungen, von denen die so. amyotrophische Lateralsklerose (ALS) am häufigsten ist. Sie führt zu fortschreitendem Muskelschwund, Lähmungserscheinungen und Muskelzuckungen. Aufgrund von begleitenden Schluckstörungen erfolgt hier die Mitbetreuung durch das Dysphagie-Zentrum.
Eine weitere Information zum Thema Muskelerkrankung gibt es bei der www.dmg.org der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM).

Nervenerkrankungen und Nervenengpasssyndrome
Die häufigsten peripheren Nervenerkrankungen sind Polyneuropathien, Schädigungen mehrerer peripherer Nerven erworbener oder erblicher Natur. Ursächlich liegt am häufigsten ein Diabetes mellitus, toxische Schädigung durch Alkohol oder Medikamente, Vitaminmangel oder entzündliche Ursachen vor. Entzündliche Nervenerkrankungen wie die chronisch-inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP) und Varianten erfordern Abklärung mittels Liquoranalyse und ggf. Nervenbiopsie. Die Behandlung erfolgt mit Steroiden, intravenösen Immunglobulinen oder Plasmapherese. Nervenkompressionssyndrome sind bedingt durch Engpassstellen an Armen und Beinen, hierbei ist das häufigste das Carpaltunnel-Syndrom am Handgelenk, Sulcus ulnaris-Syndrom am Ellenbogen und die Peronaeuslähmung am Wadenbein. Diese Erkrankungen gehen mit Taubheitsgefühlen, Schmerzen und Lähmungen im Versorgungsgebiet der geschädigten Nerven einher.

Schwindel
Dies ist ein häufiges abzuklärendes neurologisches Symptom, welches sehr vielfältige Ursachen haben kann. Es kommt zu einem drehenden Gefühl (Drehschwindel) oder einem schwankenden Gefühl (Schwankschwindel). Die häufigste Drehschwindelform ist der gutartige anfallsartige Lagerungsschwindel (benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel), der typischerweise beim Drehen des Körpers in eine Richtung auftritt und heftig für wenige Sekunden anhält mit begleitender Übelkeit und ggf. Erbrechen. Insbesondere bei jüngeren Menschen kommt auch eine Entzündung des Gleichgewichtsnervens (Neuritis vestibularis) mit schwerem für Tage anhaltenden Drehschwindel und Übelkeit vor. Die seltenere Erkrankung des Morbus Menière mit Stunden für Tage anhaltenden Drehschwindelattacken mit Hörminderung und Ohrgeräusch wird mit Infusionen, Medikamenten oder Lokalmaßnahmen behandelt und erfordert interdisziplinäre Zusammenarbeit mit einem Hals-Nasen-Ohrenarzt.

Jeder neu aufgetretene Dreh- oder Schwankschwindel sollte ärztlich vorgestellt und neurologisch abgeklärt werden. Insbesondere wenn zusätzlich zum Schwindel Symptome wie Doppelbilder oder Lähmungen auftreten, muss eine akute Schlaganfalldiagnostik erfolgen und der Patient wird auf die Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) aufgenommen. Die differentialdiagnostische Abklärung erfolgt nach Bedarf mittels Kernspintomographie des Kopfes, kalorischer Testung des Gleichgewichtsorgans, Elektronystagmographie und Ultraschall der Hirnarterien.

Epilepsie
Bei der Epilepsie kommt es durch fehlerhafte synchrone Entladungen des Gehirns zu Bewusstseinsstörungen und motorischen, sensiblen oder psychischen Symptomen. Bei generalisierten Anfällen kommt es zu Bewusstlosigkeit, Sturz, Zungenbiss, Urinverlust und rhythmischen Entäußerungen aller vier Extremitäten. Bei fokalen Anfällen kommt es zu isolierten motorischen oder sensiblen Störungen, bei dyskognitiven/komplex-partiellen Anfällen zu unklaren Bewusstseinsveränderungen. Die Epilepsie ist mit etwa 1% in der Allgemeinbevölkerung eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie manifestiert sich häufig vor dem 20. Lebensjahr oder im Kindesalter, darüber hinaus gehäuft aber auch ab dem 60. Lebensjahr bedingt durch symptomatische Hirnveränderungen nach Schlaganfällen, Blutungen oder medikamentösen Einflüssen. Der erstmalige epileptische Anfall muss gründlich abgeklärt werden mittels Analyse der Krankheitsvorgeschichte, Hirnstromkurve (EEG) und speziell auf Epilepsie ausgerichtete kernspintomographische Untersuchungen in der Abteilung für Neuroradiologie. Es wird so die Frage einer medikamentösen Therapienotwendigkeit geklärt, die bestenfalls zu Anfallsfreiheit führen sollte. Zur Abklärung nicht-organischer Anfälle (dissoziative Anfälle) sowie besseren Einordnung des Epilepsie-Syndroms können Langzeit-EEG- und Video-EEG-Untersuchungen stationär erforderlich sein.

Stationsteam und Kontakt

Standort Philippusstift
Hülsmannstraße 17
45355 Essen
Tel.: 0201 6400 1370
Fax: 0201 6400 1390
info(at)kk-essen.de

Leitender Arzt

PD Dr. med. Oliver Kastrup ; Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Neurologische Intensivmedizin, V

Vita
 

PD Dr. med. Oliver Kastrup
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Neurologische Intensivmedizin, Geriatrie, Spezielle Schmerztherapie

Tel.:  0201 6400 3350
Fax:  0201 6400 3354
o.kastrup(at)kk-essen.de 

 Sekretariat

Heike Becker

Tel.:  0201 6400 3351
Fax:  0201 6400 3354
h.becker(at)kk-essen.de

Oberärzte

 

Dr. med. Ulrich Cleff
Facharzt für Neurologie
Neurologische Intensivmedizin

 

Dr. med. Matthias Suchanek
Facharzt für Neurologie
Rehabilitationswesen

 

Anneli Jehkul
Fachärztin für Neurologie
Rehabilitationswesen

Oberärztin Dr. Julia Himsted - Fachärztin für Neurologie 

Dr. Julia Himstedt
Fachärztin für Neurologie


Abteilung für Sprachtherapie  

Angelika Hofmann
Klinische Linguistin (BKL)
Tel.:  0201 6400 3375
Fax:  0201 6400 3354
a.hofmann(at)kk-essen.de

Alexandra Fortmann
Logopädin
Tel.:  0201 6400 3364
Fax:  0201 6400 3354
a.fortmann(at)kk-essen.de

Aufnahmekoordination und Arztassistenz Station C 2  

Barbara Engelen, Martina Mouson
Tel.:  0201 6400 4366
Fax:  0201 6400 4368
b.engelen(at)kk-essen.de
m.mouson(at)kk-essen.de

Aufnahmekoordination und Arztassistenz Station B 2 

Jutta Fenslau, Manuela Görnert
Tel.:  0201 6400 5122
Fax:  0201 6400 5124
j.fenslau(at)kk-essen.de
m.goernert(at)kk-essen.de

Das Diagnose- und Therapieangebot der neurologischen Klinik

Im Fachbereich der Klinik für Neurologie und klinischen Neurophysiologie des Philippusstifts werden Patienten interdisziplinär untersucht und behandelt. Das bedeutet, dass medizinische Verfahren aus unterschiedlichen Fachbereichen für die Diagnose und Therapie zur Anwendung kommen.

  • Aufzeichnung der Hirnströme (EEG Labor)    
    Die Elektroencephalographie (EEG) dient dazu, Hirnströme aufzuzeichnen. Sie wird in der Diagnostik von Anfallserkrankungen, entzündlichen und degenerativen Hirnerkrankungen eingesetzt.  
  • Funktionsuntersuchung der Muskeln und Nerven (EMG-ENG-Labor)
    Die Elektromyographie (EMG) kommt bei Muskelerkrankungen und Nervenlähmungen zum Einsatz. Die Elektroneurographie (ENG) ermöglicht eine Funktionsuntersuchung von peripheren Nerven durch Verwendung kleiner elektrischer Impulse.  
  • Funktionsuntersuchung der Nervenbahnen (EVP-Labor)    
    Evozierte Potentiale (EVP) dienen der Funktionsuntersuchung von Nervenbahnen, wie der Sehbahn, der Hörbahn, motorischer und sensibler Bahnen des Rückenmarks und des Gehirns.
  • Beurteilung des Schlaganfallrisikos (Doppler-Duplex-Labor)   
    Mit modernster Ultraschalltechnik wird die Blutversorgung des Gehirns und die Struktur der einzelnen Blutgefäße beurteilt. Die Doppler- und die Duplex-sonographie ermöglichen, das Schlaganfallsrisiko besser abzuschätzen und festzustellen, ob zur Schlaganfallvorbeugung eine Operation notwendig ist.  
  • Labor für autonome Funktionsuntersuchung   
    Das autonome Nervensystem steuert unbewusste wichtige Funktionen wie die Herzfrequenz, den Blutdruck, den Gefäßwiderstand und die Schweißsekretion. Die Funktion des autonomen Nervensystems kann mit moderner Computertechnik gemessen werden.  
  • Neuropsychologische Abteilung   
    In der Neuropsychologie werden mit bestimmten Testverfahren Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit nach einer Erkrankung untersucht. Hieraus wird ein individuelles Training zur Wiedererlangung dieser Fähigkeiten entwickelt. 
  • Labor für kortikale Sehstörungen    
    Nach einem Schlaganfall im kortikalen Sehzentrum kommt es zu einem halbseitigen Gesichtsfelddefekt nach einer Seite. Mit Hilfe einer Blickfeldtafel kann ein visuelles Kompensationstraining durchgeführt werden.  
  • Abteilung für Sprachtherapie
    In der Abteilung für Sprachtherapie werden ab dem ersten Tag des Krankheitsereignisses (ggf. bereits in der Stroke-Abteilung-Schlaganfallspezialstation) Diagnostik und Therapie zu Schluckstörungen (Dysphagie), Sprachverarbeitungsstörungen (Aphasie, Sprechapraxie), Gesichtslähmungen (Faciale Parese) und Einschränkungen der Sprechverständlichkeit (Dysarthrophonie) durchgeführt. Die richtige Versorgung bei Störungen der Nahrungsaufnahme ist von Anfang an notwendig, um bedrohliche Folgen durch ein Verschlucken zu verhindern. Besteht eine Aphasie, sind das Verstehen, die Sprachproduktion sowie Lesen und Schreiben beeinträchtigt. Die Sprachtherapeutinnen beraten Betroffene und Angehörige und beginnen bereits in der Akutphase mit der Therapie. Liegt eine Störung der  Sprechverständlichkeit oder eine Gesichtslähmung vor, werden die verursachenden  motorischen Einschränkungen behandelt. Die Abteilung bietet zusätzlich Ambulanztherapie und im Rahmen des IDE klinische und apparative Schluckuntersuchungen an – Klicken Sie hier
  • Ergotherapeutische Abteilung    
    Ergotherapie ist ein wichtiger Bestandteil in der Behandlung neurologischer Patienten. Oberstes Ziel ist, den Betroffenen größtmögliche Selbständigkeit und Unabhängigkeit im alltäglichen Leben zu ermöglichen. Die Maßnahmen der Ergotherapie dienen der Wiederherstellung, Entwicklung, Verbesserung, Erhaltung oder Kompensation der krankheitsbedingt gestörten motorischen, sensorischen, psychischen und kognitiven Funktionen und Fähigkeiten. Die Behandlung der Patienten beginnt auf der Stroke Unit und wird weiter geführt im stationären Bereich. In unserem Hause werden auch ambulante Therapien durchgeführt. Wir arbeiten mit vielfältigen Therapiemethoden und Techniken auf neurophysiologischer Grundlage, wie z. B. dem Bobath- oder Affolter-Konzept oder der Spiegeltherapie. Desweiteren, bieten wir komplementäre Therapieformen wie z. B. CranioSacrale Therapie oder Kinesiologisches Taping an.
    Ansprechpartnerin: Sabine van Kempen, Ergotherapeutin, Tel. 0201 6400 3376
  • Krankengymnastische Abteilung
    Im Vordergrund der krankengymnastischen Behandlung steht das Wiedererlernen von Bewegungen unter Hemmung krankhafter Bewegungsmuster. Die Krankengymnasten sind in speziellen neurologischen Behandlungstechniken wie dem Bobath-Konzept (Therapierung gelähmter Körperregionen) oder der Propiozeptiven Neuromuskulären Fazilitation (Förderung des Zusammenspiels von Nerven und Muskeln) ausgebildet.  
  • Physiotherapeutische Abteilung    
    Die Physiotherapie umfasst Massagen, Lymphdrainagen, medizinische Bäder, Thermo- und Hydrotherapie sowie die elektrische Muskelstimulation. Diese Maßnahmen dienen der muskulären Entspannung, der Tonusregulation (Spannungszustand der Muskulatur), der Schmerzlinderung und der Muskelkräftigung.  
  • Aphasikerzentrum NRW  e.V. (außerstationär)    
    Das Aphasikerzentrum NRW ist ein Modellprojekt des Philippusstifts und des  Bundesverbandes zur Rehabilitation von Aphasikern (Störung der Sprache),  das aus einer Initiative der Selbsthilfe entstanden ist. Es dient als Beratungs- und Begegnungsstätte für Aphasiker und ihre Angehörigen in Nordrhein-Westfalen. In Seminaren und Vorträgen können sich Aphasiker und Angehörige über das Störungsbild aufklären lassen und eine ganzheitliche Betreuung und Therapie erhalten.      

    Weitere Informationen zum Aphasikerzentrum NRW erhalten Sie hier.

  • Schlaganfallbüro Ruhr (außerstationär)    
    Das Schlaganfallbüro Ruhr ist ein weiterer Baustein der umfassenden Patientenversorgung am Katholischen Klinikum Essen. Das Büro koordiniert und betreut Selbsthilfegruppen, initiiert  Sport- und Therapieangebote, berät Patienten und Angehörige, organisiert Informationsnachmittage oder Treffen zum Erfahrungsaustausch und bietet Unterstützung bei der Vermittlung von ambulanten und stationären Therapien. Das umfassende Angebot des Schlaganfallbüros Ruhr ist einmalig in der gesamten Region.

    Weitere Informationen zum Schlaganfallbüro Ruhr erhalten Sie hier.  

  • Neurologische Therapiezentrum „NETZ“ in der Reha Theaterpassage
    erfahren Sie hier >> mehr

  • Externe Einrichtungen der Neurologischen Klinik

IDE Interdisziplinäres Dysphagiezentrum Essen

Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall oder Parkinson, onkologische oder Hals-Nasen-Erkrankungen können zu Schluckstörungen führen. Es besteht die Gefahr, dass die Nahrung nicht in die Speiseröhre, sondern in die Luftröhre gelangt. In diesem Fall kann es für die betroffene Person lebensbedrohlich werden.

In unserem Dysphagiezentrum erhalten Sie eine detaillierte Diagnose und Beratung zum Themenfeld Schluckstörung. Hierzu werden Sie zunächst von den Therapeutinnen der Abteilung für Sprachtherapie klinisch untersucht. Es erfolgt eine Entscheidung, inwiefern weiterführende apparative Schluckuntersuchungen sinnvoll und notwendig sind. Endoskopisch (Videoendoskopie; FEES) besteht die Möglichkeit, den Schluckablauf unter Einsicht bis auf Stimmlippenebene zu beobachten und zu beurteilen. Mit dieser Methode können auch Therapieanwendungen auf ihre Wirksamkeit hin kontrolliert oder Therapieverläufe beurteilt werden. In einem Röntgenverfahren (Videofluoroskopie, VFS) kann eine Aspiration (Eintritt von Nahrung oder Speichel in die Luftröhre) genau beurteilt werden.

Die Beurteilung Ihrer Schluckstörung erfolgt interdisziplinär, in direkter Zusammenarbeit zwischen Sprachtherapeutin und Neurologen. Zu speziellen Fragestellungen wird die ärztliche Fachberatung aus den Abteilungen HNO, Pulmologie, Onkologie und Gastroenterologie hinzu gezogen. Sie erhalten von uns einen ausführlichen Bericht und Beratung als Grundlage für die ambulante Schlucktherapie. Gerne stehen wir beratend für Ihre ambulante Schlucktherapeutin / Ihren ambulanten Schlucktherapeuten zur Verfügung.

Sollten Sie noch nicht in ambulante logopädische Therapie eingebunden sein, besteht in unserer sprachtherapeutischen Ambulanz im Philippusstift das Angebot der ambulanten Schlucktherapie.

Mehr als die Hälfte aller Menschen, die Opfer eines Schlaganfalls werden, leiden anschließend unter Dysphagien – auch bekannt als Schluckstörungen. Hierbei handelt es sich um eine neurologische Störung, bei der die Nahrung nicht in die Speiseröhre sondern in die Luftröhre gelangt. In diesem Fall kann es für den Patienten lebensbedrohlich werden: Wenn der komplexe Ablauf fein abgestimmter Nerven- und Muskelgruppen nicht mehr funk-tioniert, muss unmittelbar nach der Diagnose mit der umfassenden Behandlung begonnen werden.

Vor diesem Hintergrund wurde bereits im Jahre 2008 das interdisziplinäre Dysphagiezentrum Essen (IDE) in der Neurologie des Philippusstift gegründet. Das Dysphagiezentrum ist einzigartig in Essen und bündelt Wissen aus den Fachgebieten der Neurologie, Logopädie (Sprachtherapie), Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Radiologie, Pneu-mologie (Lungenheilkunde) und Gastroenterologie (Verdauungstrakt). Spezialisten aus allen Fachbereichen können so die Genesung des Patienten unterstützen.

Nach der umfassenden Untersuchung wird ein detaillierter Therapieplan entwickelt, der auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt ist. So lassen sich mögliche Folgen einer Dysphagie minimieren oder komplett vermeiden – und der Patient erhält ungeachtet seiner Erkrankung ein Stück Lebensqualität zurück.

Weitere Informationen zu Dysphagien erhalten Sie hier.

 

 Kontakt:

Abteilung für Sprachtherapie
Frau Fortmann, Frau Hoffmann, Frau Hofmann, Frau Schmidt
Tel. 6400 3364 / -3375
a.fortmann(at)kk-essen.de

n.hoffmann(at)kk-essen.de
a.hofmann(at)kk-essen.de
e.schmidt(at)kk-essen.de

Ärztliche Leitung (IDE )

OA Dr. med. M. Suchanek
m.suchanek(at)kk-essen.de

Warnzeichen und das richtige Handeln im Notfall

Im Notfall zählt jede Sekunde. Daher verständigen Sie in jedem Fall zuerst den Rettungsdienst unter 112. Eine Behandlung innerhalb der ersten drei bis sechs Stunden schafft gute Aussichten, dass Symptome wie Lähmungen oder Sprachstörungen zurückgehen. Wenn der Rettungsdienst alarmiert ist, kümmern Sie sich um den Betroffenen.  

  • Verabreichen Sie auf keinen Fall Medikamente oder Getränke
  • Beruhigen Sie den Betroffenen und bleiben Sie bei ihm
  • Lockern Sie einengende Kleidungsstücke
  • Wenden Sie bei Bewusstlosigkeit die stabile Seitenlage an
  • Halten Sie die Atemwege des Betroffenen frei
  • Kontrollieren Sie Puls- und Herzschlag  

Teilen Sie dem eintreffenden Notarzt die Symptome des Betroffenen mit. Im besten Fall wird der Patient in ein Krankenhaus mit einer „Stroke-Unit“ – einer Schlaganfall-Spezialstation eingeliefert.  Seit 2009 ist die „Stroke-Unit“ des Philippusstift offiziell zertifiziert.  

Häufig treten aber schon Monate vor einem Schlaganfall flüchtige Warnzeichen auf. Patienten mit folgenden Symptomen sollten sich einer neurologischen Untersuchung unterziehen: 

  • Erstmalige, heftige Kopfschmerzen 
  • Heftiger Schwindel (sofern weitere neurologische Störungen vorliegen)
  • Sehstörungen wie Doppelbilder, flüchtige Sehstörungen auf einem Auge oder Sehstörungen zu einer Seite
  • Hängender Mundwinkel
  • Halbseitige Lähmungen und Gefühlsstörungen, Koordinations- und Gangstörungen
  • Sprachstörungen (Aphasie)
  • Erstmalige epileptische Anfälle 
  • Bewusstseinsstörungen

Wissenswertes für Studenten

Sie sind Student und möchten das neurologische Tertial komplett oder zu einem Teil in unserer Klinik ableisten? Die Neurologische Klinik kann zwei PJ-Studenten im Tertial ausbilden. Sie erlernen alle Untersuchungstechniken (Elektrophysiologische Untersuchungen, Dopplersonographie und neuroradiologische Untersuchungsmethoden) sowie die Grundlagen intensivmedizinischer Behandlung von neurologischen Patienten, einschließlich der Behandlung auf einer Schlaganfalleinheit (Stroke-Unit). Zudem werden Grundkenntnisse neurologischer Rehabilitation vermittelt.  

Bis zu drei Famulaturen können in der neurologischen Klinik gleichzeitig durchgeführt werden. Zudem führt die Klinkik ein neurologisches Blockpraktikum durch. Das Philippusstift bildet dabei im Semester drei Gruppen mit jeweils zehn Studenten aus.  

Die neurologische Abteilung am Philippusstift ist bestens ausgestattet: Neben einer Schlaganfall-Spezialstation (Stroke-Unit) verfügt die Akutklinik über 55 Betten. Die technische Ausstattung umfasst unter anderem EEG-, EMG-, ENG-, EVP- und Doppler-Duplex-Untersuchungen. Zudem kooperiert die Fachklinik mit dem Neurologischen Therapiezentrum „NETZ“, dem Schlaganfallbüro Ruhr und dem Aphasikerzentrum NRW e.V. und bietet dem Patienten so eine umfassende, ganzheitliche Rehabilitation an.  

In unserem Informationsblatt für Studenten, das Sie hier herunterladen können, erfahren Sie alles Wissenswerte zu Ihren Ausbildungsmöglichkeiten (in Kürze verfügbar). Oder wenden Sie sich für weitere Informationen an das Sekretariat der neurologischen Abteilung:  

Sekretariat der neurologischen Abteilung
Heike Becker
Tel.: 0201 6400 3351
Fax: 0201 6400 3354
neurologie(at)kk-essen.de

Weiterführende Informationen rund um das Thema "Gesundheit" finden Sie auf unserem Gesundheitsportal "gesundinessen.de"

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Kontakt

PD Dr. med. Oliver Kastrup 

PD Dr. med. Oliver Kastrup

Tel:  0201 6400 3350
Fax: 0201 6400 3354

o.kastrup(at)kk-essen.de

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